Dorsten, Hansestadt an der Lippe

Der Erler Findling

erler findlingMahnmal und Schwergewicht - 65 Zentner schwer und 2,25 x 1,25 x 0,75 m groß

Am Westgraben, in der Nähe des Ehrenmals, liegt der Erler Findling, heute ein Mahnmal als Erinnerung an das ungeklärte Schicksal der zahlreichen Kriegsgefangenen des 2. Weltkrieges. Gletschermassen transportierten den großen Findling während einer Eiszeit aus Skandinavien an seinen späteren Fundort in der Erler Östrich. Auch im Laufe der letzten 2100 Jahre durchlebte er eine interessante Geschichte und zahlreiche Transporte.

1930 schenkte der Erler Landwirt Böckenhoff, auf dessen Grund und Boden der Stein bis dahin lag, diesen dem Kriegerverein. 1933 wurde er dann von Dorstener Bürgern in die Lippestadt gebracht. Trotz Protest des Staatlichen Kommissars für Naturdenkmalpflege verwendeten die Nationalsozialisten den Stein als Denkmal für den Freikorps Lichtschlag und Loewenfeld. Ende des 2. Weltkrieges wurde das ehemalige Freikorps-Denkmal von den Engländern zerstört und im Wesel-Datteln-Kanal versenkt.

1966 forderten Erler Heimatfreunde und der Kreisbeauftragte für Naturschutz und Landschaft die Rückführung des Findlings nach Erle. Erst 2001 einigten sich die Bürgermeister von Dorsten und der Gemeinde Raesfeld-Erle darauf, dass der Findling an seinem "unfreiwilligen" Standort in Dorsten bleiben darf.

 

Rhader Wassermühle

RhaderWassermühleDie Mühle wurde 1609 erstmalig urkundlich erwähnt und früher auch Ellefahrts Mühle genannt. Sie hatte ursprünglich drei Wasserräder, in den letzten Jahrhunderten aber nur noch ein Wasserrad.Die Mühle ist oberschlächtig, d.h., dass das Wasser von oben auf das Wasserrad gelenkt wird.

Mittels Elektromotoren wurde hier noch vor einigen Jahren gemahlen und die Mühle als Lager- und Verkaufsraum für Mehl und Getreideerzeugnisse genutzt.

Unter der Straße war ein Durchlass, der das Wasser vom Mühlenteich zum Mühlrad führte. Dieser Zufluss wurde auf Grund von Straßenbauarbeiten verlegt und das Wasserrad demontiert.

Die Mühle konnte nach umfangreicher Restaurierung am 22.06.2003 der Öffentlichkeit wieder vorgestellt werden (Quelle www.heimatverein-rhade.de).

St Agatha01St. Agatha-Kirche

Im 11. Jahrhundert gründete das Stift Xanten die erste Kirche in Dorsten. Im 13. Jahrhundert, also direkt nach der Stadtgründung, wurde die St. Agatha Kirche an heutiger Stelle errichtet. Zuerst als einfache Kreuzkirche, später als gotische Hallenkirche. Im Laufe der Jahrhunderte kamen zahlreiche Ausschmückungen hinzu. Renaissance-Epitaphe, ein geschnitzter Altar aus Flandern, viele Bilder.

Die St. Agatha Kirche wurde am 22. März 1945 vollständig zerstört, viele Kunstwerke verbrannten. Schnell war sich nach dem II. Weltkrieg die Gemeinde einig, die Kirche monumental wieder aufzubauen, schon in den 1950er Jahren erfolgte die Einweihung.  Der beauftragte Architekt Bongartz wählte bewusst mit einer romanischen Basilika einen Rückgriff auf mittelalterliche Formsprache, welche im Kirchenbau schon längst nicht mehr üblich war. Gebaut wurde mit sogenanntem „Trümmerbeton“, unzählige alte Steine und Marmorreste des alten Gebäudes wurden verwendet, die bis heute sichtbar sind. Ein Sinnbild für unsinnige Zerstörung und unendliches Leid eines jeden Krieges.

merianstichStadtmauer am Westgraben

Im Jahr 1251 verleiht der Erzbischof von Köln Konrad von Hochstaden Dorsten die Stadtrechte. Damit beginnt eine im Mittelalter typische Erfolgsgeschichte der Stadtentwicklung, an deren Beginn eine Stadtbefestigung steht, die wir heute als „Stadtmauer“ ausmachen. Über das genaue Aussehen der ersten Befestigung ist nichts bekannt, es ist aber wahrscheinlich, dass es sich um eine Holzpalisadenwand auf einem rund um den Stadtkern aufgeschütteten Erdhügel handelte.  

In den folgenden Jahrhunderten wurde die Stadtbefestigung der Expansion der Stadt angepasst, aus Holzwänden wurde steinerne Mauern und Grabenanlagen kamen hinzu. Die größte Ausdehnung hatten diese in der Zeit des 30-jährigen Krieges (1618-1648), auch wenn die starke Fortifikation mit Bollwerken, wie sie auf dem Merianstich von 1647 zu sehen ist, historisch nicht in diesem Umfang belegt ist.

Das heutige „Ehrenmal“ am Westwall (Fotoausschnitt unten) ist einer der zehn runden Wehrtürme der Stadtbefestigung, von denen allein sechs auf dieser Westseite der Stadt standen, die jahrhundertelang die Grenze zum „Nachbarland“ Kleve darstellte

Ehrenmal von links ganz

Haus an der Vehme - Spiekerhaus

Vehme Wischerhoff01Denkmalgeschütztes ehemaliges Speicherhaus des Stiftes Xanten und des Kurfüstentums Köln. Erbaut: Mitte des 17. Jahrhunderts.

In diesem Haus lieferten früher die zum Stift Xanten und Kurfürstentum Köln gehörigen Bauern ihre Steuern in Form von Naturalien ab. Auf alten Katasterkarten ist zu sehen, dass sich früher auf dem angrenzenden Gelände Scheunen und Stallungen für die Unterbringung von Fuhrwerken und Naturalien befanden. Nach der Säkularisation (1802) fiel das Haus an das Herzogtum Arenberg. Seit 1879 ist es im Familienbesitz der jetzigen Eigentümer.

 

 

 

Öffnungszeiten:
montags bis freitags 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr
samstags von 9.30 Uhr bis 14.00 Uhr

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