Dorsten, Hansestadt an der Lippe

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Fürst Leopold, WulfenOrtsteile in Dorsten

Informationen über die Stadtteile und ihre interessante Geschichte

 

Wappen AltendorfAltendorf-Ulfkotte

Der Doppel-Stadtteil geht auf Bauernschaften zurück, die um 900 n.Chr. beurkundet ist.

Bis zur Kommunalen Neugliederung 1975 gehörte Altendorf-Ulfkotte zu Marl und ist heute Grenze zum industriellen Ballungsraum mit Blick auf die Hürfeld Halde in Dorsten und die Scholver Halde in Gelsenkirchen. In seinem Ursprung war der Ortsteil bis zum Beginn der Industrialisierung rein landwirtschaftlich geprägt.

Hardt und Östrich

Der moderne und erst seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts als Wohngebiet erschlossene Stadtteil Hardt war ursprünglich rein landwirtschaftlich geprägt. Der Ortsteil Östrich hatte in früheren Zeiten zu Gahlen gehört, hier liegt die historische Sprachgrenze zum Rheinland.

Altstadt WappenDorsten Altstadt und Feldmark

Die alte Hansestadt blickt auf mehr als 750 Jahre Stadtgeschichte zurück, ist aber in ihrer Besiedlung wesentlich älter. Hof- und Wohnanlagen, die unter den Namen Durstina und Durstinon angelegt wurden, nutzen die mäandrierende Lippe und die durch Sumpf und Wasser an drei Seiten geschützte Lage. Aus dieser sicheren Siedlung entwickelte sich dann der Marktflecken, der 1251 die Stadtrechte durch den Landesherrn, Konrad von Hochstaden, erhielt und als eine „Kleine Hansestadt“ wirtschaftlich erblühte. Holzhandel und Schiffbau sicherten über die Jahrhunderte hinweg den Wohlstandder Stadt. Erst mit dem Dreißigjährigen Krieg, Einquartierungen und zahlreichen Streitigkeiten der umliegenden Landesherren verarmte Dorsten. Mit dem Bau der Eisenbahnlinien 1852 begann der erneute Aufstieg.

Zur Altstadt gehören die Feldmark – ehemaliges Weidegebiet der Dorstener Ackerbürger – und das Stadtsfeld. Beide sind heute besiedelt und bilden den Ortsteil Feldmark vor den Toren der Altstadt. Das Wappen der Stadt, schwarzes Hochkreuz auf silbernem Schild, trägt den Schlüssel, ein Symbol für den Patron des Erzbistums Köln, den Hl. Petrus.

Wappen Hervest Hervest und Dorf Hervest

1188 findet sich der Pfarrort Hervorst im Güterverzeichnis des Grafen von Dale. Bereits im 14. Jahrhundert bildete sich um das Anwesen eine kleine Siedlung. Direkt an der Lippe-Schleife entstand dann das Dorf Hervest, das bis auf den heutigen Tag ein eigenes Selbstbewusstsein pflegt. Der Turm der Pauluskirche gilt als einer der ältesten Bauwerke in Dorsten.

Erst in den 20er Jahren entstand Im Schatten der Schachtanlage Fürst Leopold die Zechensiedlung Hervest, daneben entwickelte sich ein kleines Geschäftszentrum für die zumeist eingewanderten Hervester Bergleute und ihre Familien. Die Zechensiedlung steht unter Denkmalschutz. Die ehemaligen Zechenflächen sind inzwischen entwickelt. Hier entsteht – erschlossen durch die Fürst Leopold Allee – ein großzügiges Gewerbegebiet.

Im ehemaligen Maschinenhaus ist der Bergbauverein aktiv, die alte Dampfmaschine kann besichtigt werden, Führungen und Vorführungen werden angeboten.

Das CreativQuartier ist Hort heimischer Künstler, eine abwechslungsreiche Gastronomie und das neue erbaute Sozio-Kulturelles Zentrum Das LEO runden die Szene am Quartier ab.

Wappen Holsterhausen Holsterhausen

Einer der ältesten Ortsteile ist Holsterhausen, in der Zeit zwischen 11 und 7 vor Chr. Ist hier ein römisches Marschlager nachgewiesen, das Legionären auf ihrem Weg ins feindliche Germanien und ins Lager Haltern eine gesicherte Marschpause bot.

Der Stadtteil ist stark vom Bergbau und industrieller Architektur geprägt und hat sich zu einem attraktiven Nebenzentrum entwickelt. Auf den Flächen des ehemaligen Römerlagers wurde ein Neubaugebiet erschlossen.

Eine Teilstrecke der Römerroute führt durch den Ortsteil.

Wappen Deuten Deuten

Deuten wurde 890 zum ersten Mal in den Büchern der Abtei Werden erwähnt, zusammen mit Dorsten, Sölten und dem Emmelkamp. Vorgeschichtliche Funde – Grabhügel und ein Kreisgräberfriedhof mit 120 Bronzezeitgräbern - belegen frühe Bronze- und Jungsteinzeitliche Siedlungen in diesem Gebiet.

Wichtigstes Bauwerk war sicherlich über die Jahrhunderte hinweg die Tüshaus Mühle, die heute als Technisches Kulturdenkmal gepflegt wird.

Deuten ist heute ein junger Stadtteil – Familien mit Kindern haben die reizvolle Umgebung zwischen den Naturschutzgebieten Deutener Moor und Schwarzem Venn für sich entdeckt. Auch gastronomisch ist Deuten einen Ausflug wert.

Wappen Rhade Rhade

Dorstens nördlichster Stadtteil Rhade war schon in der Frühzeit besiedelt. Hier entwickelte sich eine bäuerliche Gemeinde, die zwischen 1839 und 1841 eine dreischiffige Hallenkirche anstelle der alten Kapelle bauen konnte.

Heute ist Rhade eine gute Adresse für alle, die sich den dörflichen Traditionen der Siedlung gerne anschliessen. Die Rhader Wassermühle und das „Soggebergsche Haus“ werden vom örtlichen Heimatverein bewirtschaftet und sind sehenswert.

Wappen Lembeck Lembeck

Der Name „Herrlichkeit Lembeck“ geht auf die Herrschaft der Herren zu Lehmbeeke oder Lembeek zurück – in einer Urkunde von 1017 wird der Name erstmals erwähnt.

Im 15. Jahrhundert wurde das heutige Schloss gebaut, das in seiner modernen Form im 17. Jahrhundert entstand.

Seit 1526 gehört der Besitz durch Heirat in die Familie Westerholt, seit 1702 leben hier deren Nachfahren, die Familie Merveldt.

Mit Aufhebung des Lehnswesens 1803 und der Entlassung aus der Leibeigenschaft hat sich das Dorf Lembeck zu einer selbstbewussten Gemeinde entwickelt.

Der Stadtteil inmitten von Wiesen, Äckern und Feldern gilt als attraktiver Wohnort mit guter Infrastruktur und hat mehr und mehr ein eigenes Gesicht entwickelt. Der jährlich stattfindende „Lembecker Tiermarkt“ ist eine Touristenattraktion, die in ganz NRW bekannt ist, die in ganz NRW bekannt ist.

Das Schloss wird privat von der Familie bewirtschaftet. Dort finden übers Jahr zahlreiche Veranstaltungen statt. In den ausgedehnten Wäldern macht das Spazierengehen zu jeder Jahreszeit Spaß.

Wappen Wulfen Wulfen und Wulfen-Barkenberg

Die Gemeinde Wulfen blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück.

Kriege, Einquartierungen und Plünderungen etwa auch im Spanischen Erbfolgekrieg dezimierten Einwohner und Vieh, Quälereien und Grausamkeiten im Dreißigjährigen Krieg sind belegt. Das moderne Wulfen besteht heute aus einem über Jahrhunderte gewachsenen Kern. Wahrzeichen ist der Brauturm der ehemaligen Rose-Brauerei, die hier über Jahrzehnte hinweg Bier braute. Heute ist das Gelände zu einem Einkaufszentrum umgebaut. Die sehenswerte Kirche verfügt über ein normannisches Taufbecken.

Wappen Wulfen BarkenbergNeben „Alt-Wulfen“ wurde in den 60er Jahren ein nach modernsten planerischen Erkenntnissen entwickelter Stadtteil gebaut, die „Neue Stadt Wulfen“. In Wulfen-Barkenberg wurden innovative Planungen mit verkehrsberuhigten Wohn- und Lebensbereichen sowie architektonischen Visionen umgesetzt.

Im Rahmen des Programms „Stadtumbau West“ wurde Barkenberg aktuell zukunftsfähig erneuert. Geführte Rundgänge durch Barkenberg zeigen das architektonische Potential.

Zahlreiche Fahrradrouten haben begeisterte Radfahrer aus dem Planungsamt der Stadt Dorsten zu einem Tourenpaket „Dorsten erfahren“ zusammengestellt. Daneben gibt es themenbezogene Routen, wie etwa die Storchenroute sowie Bergbaurouten, die das nördliche und südliche Dorsten erschließen. Alle Radtouren sind in der Stadtinfo erhältlich.

Mehr Informationen über www.dorsten.de

Radtouren rund um Dorsten

 

Öffnungszeiten:
montags bis freitags 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr
samstags von 9.30 Uhr bis 14.00 Uhr

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Stadt Dorsten – Bürgermeisterbüro
Recklinghäuser Straße 20, 46282 Dorsten
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Tel.: 02362 308080, Fax: 02362 3080888

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