Dorsten, Hansestadt an der Lippe

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Schlüsselmoment Heide Göbel„Da habe ich gemerkt, dass ich etwas zurückgeben will“

So beschreibt Heidi Goebel den Moment, in dem es Klick gemacht hat. Angefangen hat es eigentlich mit einem schlimmen Ereignis in ihrem Leben: Der Tod ihres Vaters. Dennoch hat sie den Aufenthalt im Krankenhaus zum Lebensende ihres Vaters als sehr positiv wahrgenommen: „Wir konnten die ganze Nacht bei ihm sein und er konnte wirklich würdevoll sterben“, so Heidi. Hier hat sie gemerkt, dass sie gerne etwas zurückgeben möchte. Zunächst engagierte sich die Dorstenerin beim Malteser Hilfsdienst und veranstaltete alle vier Wochen einen Wohlfühlnachmittag für pflegende Angehörige. Hier konnten die Pflegenden ihren kräftezehrenden Alltag hinter sich lassen und Heidi Goebel’s offenes Ohr in Anspruch nehmen. Ein Jahr später wurde Heidi Goebel noch in den Seniorenbeirat gewählt, bis sie so zu ihrem neusten Projekt „Wir machen MITte“ gekommen ist: Momentan steckt sie ihre Energie in ihr Herzensthema dem Bürgerbahnhof von Dorsten. Ziel des Projekts ist die Aufwertung des Dorstener Bahnhofs. Gearbeitet wird besonders an der Erneuerung des Gebäudes, Gestaltung des Bahnhofsumfeld als auch an der Erneuerung der Bahnsteige und Gleisanlagen. Vor drei Jahren ist Heidi dem Projekt beigetreten und war somit von Anfang an mit an Bord der Bahnhofsfamilie: Was Sie besonders an der Planung schätzt ist, dass Bürger mitbestimmen können. Bis hierhin gab es schon mehrere Abende, wo Bürger ihre eigenen Ideen bezüglich des Bahnhofs einfließen lassen konnten. „Viele sind negativ eingestellt und sagen was willst du denn da bewegen. Doch ich bin überzeugt, wenn man seine Meinung und Wünsche äußert und wirklich etwas bewegen will, dann hier in diesem Projekt“, so Heidi überzeugt. Heidi ist auch sonst immer positiv eingestellt. Das Projekt besteht nämlich aus vielen Zeitfressern und Verzögerungen wie die Einhaltung von Denkmalschutz und Gewährleistung von Fluchtwegen und Brandschutz. Wenn auch viele sagen es passiert nichts, so bleibt sie euphorisch und aktiv. Denn Heidi Goebel und die 20 aktive Engagierten sind „Macher“ „Ich will mich nicht mit 70 Jahren zur Ruhe setzen“, so die Dorstenerin. Auf die Frage, woher ihr Drang kommt sich so einzusetzen, entgegnete sie nur „das ist einfach da“. Die Dorstenerin ist der Meinung, dass wenn sie neugierig bleibt, sie weiterhin etwas bewirken kann und sich gleichzeitig geistig fordert. Um auf den leerstehenden Bahnhof aufmerksam zu machen, haben seit 2016 mehrere Kunstprojekte stattgefunden. Unterstützt wurden sie vom Kunstverein "Virtuell/Visuell" mit verschiedenen Veranstaltungen am und im Bahnhof. Zusätzlich fand im Jahr 2018 eine Fotoausstellung von Gerhard Strötzel/Schölzbach und Doris Gerhard statt. Das letzte Projekt war dann die 140-Jahr-Feier. Zum 140-jährigen Bahnhofsfest wurden stündlichen Pendelfahrten mit dem Oldtimer-Schienenbus „Roter Brummer“, Grafitti-Workshops und auch Theatervorstellungen angeboten. Für Heidi ist das alles toll: Sie wünscht sich, dass das Projekt Bahnhof so wie es geplant ist auch durchgeführt werden kann. Denn sie möchte mithelfen, in Dorsten etwas zu bewegen.

 

Schluesselmomente Alexander Stroick„Ganz viele haben uns gesagt: das war genial!“

So berichtet Alexander Stroick zufrieden von dem selbst organisierten Open Air Event „Brotzeit“. Rund 800 Menschen machten sich im September 2018 mit Stühlen, Bänken und Kerzen auf den Weg zur Festwiese und brachten sich selbst Wein, Dips und Käsehäppchen mit – für eine Sommernacht der besonderen Art. Auf der eindrucksvollen Bühne war dann die Schützenkapelle Rhade zu sehen. Für Alexander war dieses musikalische Picknick ein absolutes Highlight in 2018. Das war es aber nicht nur für ihn – zahlreiche Gäste kamen auf ihn zu und lobten das gemütliche Miteinander „Ich war am Anfang zurückhaltend. Es ist wirklich schwer so ein Fest, dass bisher noch keiner kennt, langfristig zu etablieren. Doch die erste Resonanz war bombastisch. Von allen Seiten kam die Aufforderung: „Ihr müsst dieses Event noch einmal veranstalten“, erzählt Alexander. Der 38-Jährige hat es geschafft: Endlich haben auch Menschen aus anderen Ortsteilen einen Bezug zu Rhade und etwas, was Sie mit dem Ort verbinden können.Die Vorbereitungen für die „Brotzeit“ 2020 laufen schon auf Hochtouren: Getränke und Speisen, eine Strohburg für Kinder und ein Stockbrotstand sind in Planung.

Der gebürtige Dorstener ist schon seit 24 Jahren Mitglied der Schützenkapelle Rhade e.V. und hat dort auch die Trompete gelernt. Mittlerweile spielt er mit im Hauptorchester mit 70 weiteren aktiven Musikern und liebt das gemeinsame Musizieren „Wir sind eine sehr heterogene Gruppe. Der jüngste Musiker ist 8 Jahre alt und der Älteste 82 Jahre alt - und Alle verstehen sich. Das ist nicht selbstverständlich.“, schwärmt Stroick. Auch die Arbeit als erster Vorsitzender des Vereins, die er in 2019 übernommen hat, macht ihm Spaß. In dieser Rolle muss er den Überblick bewahren, die Leute zusammenhalten und den Verein mit der Vision weiterentwickeln.

Von Blasmusik und Schlager über Rockmusik und Blues bis hin zu Medleys lässt sich das Blasorchester in seinen Genres keine Grenzen setzen. Im Jahr spielt das Orchester bis zu 50 Auftritte – Ob ein Neujahrskonzert in einer vollen Sporthalle oder die Verabschiedung des Bergbaus mit einem Auftritt auf der Zeche Fürst Leopold, für Alexander Stroick ist eins wichtig: „Ich mag Auftritte die vom Standard abweichen“, erklärt er. Bei diesen Auftritten kann aber auch schon mal etwas schiefgehen: „Beim großen Zapfenstreich in Dorsten, sind alle Trompeter akkurat nach vorne marschiert, haben sich vor der Kapelle aufgebaut, den Einsatz einstimmig verpasst und nach dem Stück sind alle wieder eingetreten ohne einen Ton gespielt zu haben. Das war so verwirrend für die Zuschauer, dass keiner wusste ob das jetzt zur Show gehört oder nicht.“, lacht der 38-Jährige laut. Für die Zukunft wünscht er sich, dass das Team genau so bleibt wie es ist und alle weiterhin so sehr Spaß an der Musik zeigen „Denn die Musik bleibt immer im Fokus“.

 

Öffnungszeiten:
montags bis freitags 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr
samstags von 9.30 Uhr bis 14.00 Uhr

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